Mittel gegen starkes Schwitzen

Viele Betroffene denken über eine Vielzahl verschiedener Methoden und/oder Behandlungen gegen ihr starkes Schwitzen nach. Wir haben Ihnen hier die wichtigsten zusammengefasst und Vor- und Nachteile erläutert.

Jahrelange Erfahrung in Forschung und Entwicklung, sowie den engen Kundenkontakt unseres gesamten Apotheker-Teams lassen uns eine kompetente und hilfreiche Position bei der Behebnung von starkem Schwitzen einnehmen.

Wir haben mit vielen Kunden ein Pro und Kontra der verschiedenen Behandlungsmethoden des übermäßigem Schwitzen erarbeitet, sowie viele Erfahrungswerte gesammelt.

Gerne stehen wir unseren Kunden immer mit Rat und Tat zur Seite.

1.) Deodorants, z.B. aus dem Drogeriemarkt

Einige aufzuzählen wäre hierbei nicht von großer Hilfe, da die meisten sowieso nach dem gleichen Prinzip arbeiten.

  • Deodorants in Sprayform: Diese zielen meist auf die Geruchsverbesserung hin. Werbeformen versprechen ein Stoppen des starken Schwitzens, sind aber meist (die Betroffenen wissen dies) fast ohne Wirkung. Ist nur ein minimales Schwitzen vorhanden und die optische Variante fällt nicht stark aus, so sind diese Deos natürlich eine Alternative.
  • Deoroller: Hierbei ist oft schon eine Steigerung zu erkennen und werden gerne von Leuten genommen, die ein kleines „Schwitzproblem haben“. Man sollte hierbei jedoch darauf achten, dass die Deoroller Aluminiumchlorid enthalten, da auch sonst kaum eine Reduktion des Schwitzens zu erwarten ist. Ein großer Nachteil ist hierbei meistens das Beimischen von Alkohol, welcher oft stark reizend auf die Hautareale wirken kann.
  • Deoroller ohne Wirkstoff mit Parfumstoffen: Ebenfalls stellt dies keine wirkliche Alternative für starke Probleme mit dem Schwitzen dar und wird meist nur als Duftverbesserung eingesetzt. Sollten die Leute nur wenig Schwitzen, so ist dies aber auf jeden Fall eine Empfehlung.

2.) Operation

Sehr starkes Schwitzen in der Achselhöhle (Achselnässe) kann per operativen Eingriff vermindert oder bis zu einer gewissen Grenze beseitigt werden. Hierbei werden die Schweißdrüsen lokal entfernt, wobei aus sicherheitstechnischen und operativen Gründen nur ein Eingriff in der Achselgegend sinnvoll ist und vollzogen werden kann. Man unterscheidet folgende Eingriffe:

  • Exzision: Dies kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „ausschneiden“. Ganze Hautareale werden hierbei ausgeschnitten und bedürfen einer sehr langen Wundheilung, meist verbunden mit großer Narbenbildung und nicht minder oft Einschränkung der Beweglichkeit.
  • Kürettage/Saugkürettage: Kürettage kommt aus dem Französischen und wird übersetzt mit „auskratzen“/“ausschaben“. Die meisten Operationen laufen heutzutage über die sog. Saugkürettage. Hierbei werden die Schweißdrüsen über kleine Schnitte im Achselbereich ausgeschabt und dann sofort abgesaugt. Die Erfolgschancen sind dabei sehr hoch, da fast alle Schweißdrüsen entfernt werden können. Ein weiterer Vorteil ist, dass die heutzutage ambulant unter örtlicher Betäubung gemacht werden kann. Nachteile sind ein mögliches Nachwachsen einiger Drüsen und ein erneutes Auftreten des übermäßigen Schwitzens, sowie Probleme durch den operativen Eingriff, wie z.B. Störungen in der Wundheilung, Knoten im Achselbereich, Verhärtungen, Narbenbildung.

3.) Einspritzen von Botox

Botox ist die Abkürzung für Botulinumtoxin. Die meisten Leute kennen den Begriff „Botox“ aus der Schönheitschirurgie. Hier wird es zur Bekämpfung der Faltenbildung eingesetzt. Es ist ein Nervengift und darf nur verschwindend geringer Konzentration zum Einsatz kommen.

  • Wirkmechanismus Botox: Diese Toxine werden von Bakterien produziert bzw. ausgeschieden und führen in der medizinischen Anwendung zu einer Blockade der Freisetzung des Botenstoffes (Neurotransmitter) Acetylcholin. Dies hat zur Folge, dass im betroffenen Bereich keine sog. Erregungsweiterleitung mehr vorhanden ist. Das Botox wird bei starkem Schwitzen in das betroffene Gebiet gespritzt (z.B. bei Achselnässe), etwa pro Quadratzentimeter 1 Einstich. (leider zum Teil sehr schmerzhaft). D.h. es können pro Achselhöhle bis zu 25 Einstiche sein. Viele Patienten berichten von recht guten Ergebnissen. Nachteilig zu bewerten sind: Einsatz eines Nervengiftes, schmerzhafte Stiche, teuer und hält nur etwa 6 Monate, d.h. danach kommt das starke Schwitzen (Hyperhidrose) in den betroffenen Bereichen zurück.

4.) Tabletten/Medikamentöse Behandlung

Der Neurotransmitter Acetylcholin (regt die Schweißdrüsen an, Schweiß zu produzieren) ist wie unter „Schwitzen“ (siehe link) zuständig für den Sympathikus im vegetativen Nervensystem. Medikamente, die diesen Botenstoff blockieren nennt man Anticholinergika. Diese bringen aber sehr viele Nebenwirkungen mit sich, da sie im ganzen Körper wirken und nicht lokal an den betroffenen Stellen wie z.B. die Achselhöhle bei Achselnässe oder Hände (Schweißhände) und Füße (Fußschweiß). Deshalb ist diese Variante bei Personen, die an bestimmten Arealen stark schwitzen nicht zu empfehlen. Zusätzlich sollte bei generalisierter Hyperhidrose (Schwitzen am ganzen Körper) zusätzlich ein Arzt konsultiert werden.

5.) Iontophorese

Hierbei versucht man mit Hilfe von Strom gegen das Schwitzen vorzugehen. Sehr oft zum Einsatz kommt diese Behandlungsmethode, wenn die Personen stark an Händen und/oder Füßen schwitzen. Die Areale sollten in mit Wasser gefüllte Wannen passen. Aus diesem Grund ist der Bereich der Achselhöhle schon nicht geeignet. Die Erfahrungswerte der betroffenen Personen nicht sehr gut und wird deshalb immer weniger empfohlen.

6.) Kleider nach dem Grad des Schwitzens auswählen

Alle Betroffene des starken Schwitzens wissen wovon man redet, wenn man dieses Thema erwähnt. Die Problematik ist vor allem bei der Achselnässe (starkes Schwitzen in der Achselhöhle) vorhanden. Es ist kaum möglich helle Kleidung zu tragen, hellgrau, hellblau oder rose sind meistens sog. „No-Gos“. Viele Personen, die an Hyperhidrosis leiden schwitzen so stark, dass auch dickere Kleidungsstücke durchschwitzt werden. Zum Beispiel sind auch Sakko-Träger im Sommer schon fast dazu verdammt das Sakko anzulassen, da die darunter getragenen Hemden stark durchschwitzt sind. Betroffene müssen also immer eher dunklere Kleidung tragen, schwarz am besten, so dass man die Schweißflecken nur schwer zu sehen bekommt. Eine weitere Form des Schwitzens, welches den Personen große Sorgen bereitet ist der Fußschweiß und der damit verbundene Geruch, so dass auch hier die Betroffenen psychisch sehr darunter leiden.

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